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Augen auf beim Auto-Occasionen-Kauf

Jedes Jahr wechseln in der Schweiz rund 750’000 Occasionsfahrzeuge die Besitzer:in. Damit du beim Kauf eines Occasionsautos nicht zwischen die Räder gerätst, haben wir Tipps und Tricks für dich parat.

Hast du gewusst? Sobald du mit einem nigelnagelneuen Auto losfährst, verliert es bereits etwa 20 Prozent an Wert. Nach drei Jahren Gebrauch ist der Neuwagen noch etwa halb so viel wert wie beim Kauf. Vielleicht nicht der neuste technische Schnickschnack, aber dafür ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bekommst du beim Gebrauchtwagen. Der hohe Wertverlust fällt weg und durchschnittlich ist die Occasion günstiger in der Anschaffung als der Neuwagen.

Was beachten beim Occasionsauto?

Wer ein Occasionsauto kaufen will, muss sich aber nicht nur zum Preis Gedanken machen, sondern auch über Zustand und Schwachstellen Bescheid wissen. Wie viele Kilometer hat das Fahrzeug? War der Wagen regelmässig im Service? War das Auto bisher unfallfrei? Schau besser genau hin, damit du Fahrzeugschäden gleich erkennst und auch verschwiegene Automängel entdeckst. Eine Probefahrt vor dem Kauf ist also ein absolutes Must. Hier kommen unsere Tipps und Tricks, damit du nicht von bösen Überraschungen überrollt wirst.

Die Vorauswahl: Wie finde ich die passende Auto-Occasion?

Die Auswahl auf dem Occasionsmarkt ist gross und täglich kommen neue Angebote hinzu. Erstelle eine Wunschliste mit den Kriterien, die dein Auto erfüllen muss. Nimm dir Zeit und vergleiche genau. Die Erfahrung zeigt: Occasionen von Privatpersonen sind nicht zwingend günstiger als die Gebrauchtwagen von Händlern – und bei besonderen Schnäppchen ist Vorsicht geboten. Oft gibt es einen Haken. Unfallschäden zu deklarieren, ist jedenfalls Pflicht – egal, ob für Händler oder Private. Ausgenommen sind Bagatellschäden wie Kratzer, Schrammen oder Dellen. Und «ab MFK» ist kein garantierter Qualitätsnachweis. Das bedeutet nur, dass du das Auto die nächsten zwei bis drei Jahre nicht vorführen musst.

Wie viele Kilometer darf ein Occasionsauto haben?

Diese Frage ist berechtigt, aber nicht pauschal beantwortbar. Der Kilometerstand zeigt auf, wie oft das Auto bewegt wurde. Allerdings nicht, ob es vorwiegend auf materialschonenden Langstrecken unterwegs war oder sich auf Kurzstrecken abmühen musste. Wichtig ist, dass Alter und Kilometerstand zusammenpassen. Privatpersonen fahren im Schnitt 12’000 bis 15’000 Kilometer pro Jahr, ein Dienstwagen ist oft bis zu 50’000 Kilometer jährlich unterwegs. Ein tiefer Kilometerstand kann auch bedeuten, dass das Auto lange nicht vom Fleck kam. Die Folge? Standschäden. Unser Tipp: Prüfe im Serviceheft, ob das Occasionsfahrzeug einen regelmässigen Service genossen hat. Das sagt oft mehr über den Zustand aus als der Kilometerstand.

Die Besichtigung – unbedingt Probefahrt machen!

Eines vorweg: Kauf deinen Gebrauchtwagen bei jemandem, dem du vertrauen kannst. Woran erkenne ich einen seriösen Autohändler? Er bietet einem unaufgefordert eine Probefahrt an und das Serviceheft des Autos ist vollständig ausgefüllt. Bei der Probefahrt schliesslich gilt das Vier-Augen-Prinzip. Also lass dich von jemandem begleiten, damit du das Auto besser bewerten kannst. Beachte: Probefahrt bedeutet nicht kleine Spritztour. Plane eine rund 30-minütige Teststrecke, die über die Autobahn, über Landstrassen und durch die Stadt bzw. durch ein Dorf führt. Nachdem du einen äusseren Eindruck vom Fahrzeug gewonnen hast, fahr los und achte unterwegs darauf, wie gut Klimaanlage, Heizung, Kupplung und Bremsen funktionieren. Hörst du metallische Geräusche bei einer Bremsung, sollten die Alarmglocken klingeln. Ebenso, wenn es im Innenraum modrig riecht. Bevor du zum Ausgangspunkt zurückkehrst, nutze die Gelegenheit für einen Blick in den Motor und unter das Auto. Alles in Ordnung? Dann ab zum Verhandeln.

Der Kauf – Verhandeln erlaubt

Gib dich beim Autokauf nicht mit dem ersten Angebot zufrieden. Nicht nur Private, sondern auch Händler haben oft einen gewissen Spielraum. Verhandeln ist erlaubt und kann sich lohnen. Falls ihr euch einig werdet: Bestehe auf einem Kaufvertrag, auch wenn dieser gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Darin hältst du den Kaufpreis und die Garantiebedingungen fest, sollte der Occasionswagen irgendwann Probleme machen. Notiere im Vertrag auch, ob das Auto bisher unfallfrei war. Übrigens: Autohändler geben in der Regel eine Garantie auf Occasionen. Und bevor du den Kaufvertrag unterschreibst: Wirf einen Blick in den Fahrzeugausweis und das Serviceheft.

Du suchst ein Occasionsauto? Auf tutti.ch findest du eine grosse Auswahl an Fahrzeugen. Bestimmt ist auch dein Traumauto dabei.

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