Tipps: Snowboard gebraucht kaufen

Die ersten Skigebiete wurden eröffnet – höchste Zeit also auf die Bretter zu steigen und die Piste hinab zu flitzen. Falls du noch kein passendes Board hast oder noch Anfänger bist, lohnt sich der Kauf eines Snowboards aus zweiter Hand. Unser Experte Monir Salihi gibt Tipps für den Gebrauchtkauf.

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(Bild: Monir Salihi, Experte und Shopmanager von Mavericks in Zürich)

Um das passende Board zu finden, ist es zunächst nötig einige Fragen zu beantworten. „Eine entscheidende Rolle bei der Auswahl spielen Faktoren wie Können oder Fahrstil“, so Experte und Mavericks-Shopmanager Monir Salihi.

Fahrkönnen – wie gut fährst du Snowboard?
Für welches Modell du dich entscheidest, hängt zunächst von deinem Können ab. „Für Beginner sind weiche Boards eine gute Lösung, da sie in der Torsion (=Verwindungseigenschaften) wendiger und somit leichter zu manövrieren sind“, erklärt Experte Salihi. Mit einem härteren Brett lasse es sich schneller fahren, weshalb diese Art ein höheres Können vom Snowboarder verlange.

Fahrstil – Welcher Boardtyp passt zu dir?
Je nach Fahrstil lassen sich vier Snowboardtypen unterscheiden:

  • Freestyleboard: Dieser Boardtyp ist ein wahrer Allrounder, mit dem man so gut wie alles befahren kann. Dieses weichere Brett zeichnet sich durch die identische Spitzenkonstruktion von Nose und Tail (vorderes und hinteres Teil des Boards, die Vor- und Rückwärtsfahrten ermöglicht, aus. Es ist ideal für Einsteiger.
  • Freerideboard: Dieses Modell ist zum Fahren im Tiefschnee geeignet. Es ist breiter gebaut, damit der nötige Auftrieb im Powder (Neu- bzw. Tiefschnee) gewährleistet wird. Dieses Board ist geeignet für fortgeschrittene Fahrer, die abseits der Piste cruisen möchten.
  • Raceboard: Dieses Modell zeichnet seine schmale und lange Bauweise aus. Wie der Name bereits verrät, ist dieses Board für sehr schnelles und wendiges Carven und somit für Wettrennen konzipiert.
  • Splitboard: Dieses Board ist eine Alternative zum Schneeschuh und lässt sich in zwei Teile zerlegen. Damit lässt sich zuerst den Gipfel erklimmen, um danach eine Abfahrt zu geniessen.

Richtige Länge und Breite für Dein Board
Die optimale Länge eines Snowboards reicht zwischen deiner Schulter und deiner Nase. „Für Einsteiger darf das Brett ruhig etwas kürzer sein“, so Salihi. Die Breite wird von der Schuhgrösse bestimmt. Die Füsse dürfen nicht über die Kanten hinausschauen, denn berühren die Fersen oder Fussspitzen den Schnee, ist flüssiges Fahren nicht möglich.

Zustand des Snowboards
Das Brett darf seine Spannung nicht verloren haben. „Lege das Board auf einen ebenen Untergrund. Es darf in der Mitte nicht komplett aufliegen, sonst hat es an Spannung verloren.“, so Salihi. Das Deckblatt darf keine Risse und die Kante darf keine Brüche oder Löcher aufweisen. Kleine Kratzer im Belag sind nicht weiter schlimm. Allerdings darf kein Holz zu sehen sein. „Frage nach dem Alter des Boards. Es lohnt sich bis zu vier Jahre alte Bretter zu kaufen“, empfiehlt Experte Monir Salihi.

Zustand der Bindung
Überprüfe, ob die Schnallen komplett sind und keine Teile ausgerissen wurden. An den Bindungen dürfen keine Risse zusehen sein. Teste, ob sich alle Schnallen noch öffnen und schliessen lassen.

tutti.ch wünscht dir nun viel Spass auf der Piste und eine schöne Wintersaison!

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