Secondhand Motorrad: Worauf man beim “Töff-Kauf” achten muss

Es ist fast wie fliegen, das Gefühl, wenn man sich auf einem Motorrad tief in die Kurve legt und der Fahrtwind einem ins Gesicht peitscht. Motorradfahren bedeutet Freiheit, Lebensfreude und auch ein bisschen Rebellion. Helmvisier runter, Startknopf drücken und ab die Post – für Thomas Rübsam ist die Spritztour auf dem Motorrad das höchste der Gefühle. Seit seiner ersten Fahrt auf einem “30er-Töffli” ist er leidenschaftlicher Motorradfan und teilt hier mit den Lesern des tutti.ch Magazins seine Tipps zum Kauf von Secondhand Motorrädern.

(Bild: tutti.ch)

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Ein Vorurteil bereinigen wir gleich zu Beginn: Secondhand Motorräder sind keineswegs nur ein Fall für Tüftler und Bastler. Ein gebrauchtes Motorrad birgt gerade für Neulinge viele Vorteile. Wer von vier auf zwei Räder umsattelt, wird zu Beginn den einen oder andern Kratzer im Lack verkraften müssen – das ist ganz normal. “Ein gebrauchtes Gerät reduziert den Stress für Lern- und Neufahrer stark”, sagt Thomas Rübsam. Auch ohne kleinere Zwischenfälle ist der geringe Wertverlust ein weiterer grosser Pluspunkt gebrauchter Motorräder.

Was es zu beachten gilt
Allerdings: Neulinge sollten sich eher für aktuellere Motorradtypen mit tiefem Kilometerstand entscheiden. Von älteren Motorrädern mit hohem Kilometerstand lassen unerfahrene Lenker besser die Finger, meint Thomas Rübsam: “Beim Kauf eines Oldtimers ist fachkundige Beratung und die Beurteilung durch einen erfahrenen Mechaniker ein Muss.” Auf der administrativen Seite ist ein vollständig nachgeführtes Serviceheft ein Qualitätsmerkmal. So hat man auch direkt Aufschluss über die Aktualität der Fahrzeugprüfung. Weitere wichtige Merkmale auf die beim Kauf geachtet werden sollte: Zustand von Lackierung, Plastikteilen, Chrom und Sattel sowie die Oberflächen der Räder, Felgen und des Auspuffs.

Die Maschine ist erst der Anfang
Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, wird sich bald mit praktischen Fragen wie zum Beispiel dem Transport von Gepäck auseinandersetzen müssen. Gut beraten ist, wer sich gleich zu Beginn ein paar wichtige Accessoires mit auf die Einkaufsliste setzt. Falls die Inspiration fehlt: in der Kategorie “Motorradzubehör” könnt ihr durch eine riesige Auswahl von Kleidung und “Gadgets” stöbern. Sein persönliches Lieblingszubehör verrät auch unser Experte: “Mein Tankrucksack, um Gepäck sicher und einfach zu verstauen und eine Bordsteckbuchse mit praktischer Halterung. Damit kann ich mein Smartphone während der Fahrt aufladen oder das Navi anschliessen.”

(Bild: tutti.ch)

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Harley oder Ducati?
Einen Marktüberblick verschafft man sich zum Beispiel in der Kategorie “Motorräder” auf tutti.ch. Welches Modell am besten passt, hängt schlussendlich von vielen praktischen Faktoren ab. Zuerst sollte die Wahl für die Art des Motorrades getroffen werden (Strasse, Chopper, Enduro, Sport). Die Meinungen über die geeignete Sitzhöhe und Lenkerform gehen unter Motorradfans teilweise diametral auseinander – da hilft nur eines: unbedingt Probefahren! Allen, die sich nach einer kurzen Spritztour nicht entscheiden können, rät Thomas Rübsam zu einer Wochenendmiete eines vergleichbaren aktuellen Motorradtypen. Zu guter Letzt ganz wichtig: die Führerschein- und Leistungskategorie beachten.

Hört ihr auch schon die Motoren brummen? tutti.ch wünscht euch viel Spass bei der Suche nach eurem Traum Töff.

Kommentare:

  1. little Crow
    sagte:

    Frücher hesch ä Töff uf Vertroue Kouft,dini meinig übers Töff kouffe hett mitt der eigete meinig öbis am huett.wär Säuper Pschisst wird o Pischisse.

  2. Roland Häuptli
    sagte:

    Früher war gestern!Die heutige Motorradfahrer-Generation sehe ich nur noch als gröstenteils Schönwetterfahrer.Ebenso zwingen uns Ganzjahresfahrer die Hersteller beinahe endlos Entwicklungen auf, die wir nie im Leben einsetzen können und möchten/müssen.Ich wil kostengünstig,zuverlässlich und einfach Biken.Unnötige und teure Elektronik vergrault selbst mir als Uraltmotorradmech.das Leben.Ich slber kaufe nur noch Gebrauchte kostegünstig.Der Markt ist föllig übersättigt mit Fahrzeugen in jedem Preissegment.Die ROSIENEN zu finden ist mit wenig Marktbefassung möglich,und nun auf die Pirsch,allfällig mit Fachkraft an der Seite.

  3. Annika
    sagte:

    Hallo Roland, vielen Dank für deinen Kommentar! LG Annika

  4. Roland Häuptli
    sagte:

    Oldtimer/Yongtimer ein Begriff mit endlos vielen Ansichten.Selber fahre ich als Vielfahrer 3neuere Bikes sowie als Ganzjahresgerät eine 660er Enduro.Als Horter und Aufrüster ist meine Garage mit zig.70ig-85ern belegt.Aber nun zum PUNKT.Sehr viele Motorradbesitzer besitzen oft ältere Bikes die irgendwan mal einfach zur HERUMSTEH-Belastung werden.TUTTI eine Gratis-Plattform bei der man mal einen Versuch wagen darf einen Neubesitzer für seine “ALTLAST”zu finden.Nun wie bewerte ich dessen WERT/Preis oder Gegenwert.Erster Schritt eine Fachperson oder wenigstens meint Sie eine zu sein!Preise werden ausposaunt oft fern jeder REALITAET.Fehlgeleitet von dieser utopischen Zahl geht der Veräusserer nun HAUSIEREN!!!ES GIBT NUR EINE REALITAET:Der aktuell zahlende ist der Masstab!! Alles andere wird durch Verhandlungsgeschick eine EINIGUNG für beide gesucht.Weder EURO-Tax noch andere Anhaltspunkte für Kenner sind wertig!!!Nur aussagen wie “DAS SIND MEINE MOEGLICHKEITEN od.MIR IST SIE SOVIEL WERT UND ICH BEZAHL UMGEHEND” sind Realitäten. Fazit über 90% der angebotenen Oldis sind preislich überrissen oder bewegen sich jenseits einer Realität oder sind ZUTODE-RESTAURIERT (besser als neu gewesen).In ein rest.Fahrzeug sieht man nicht mehr hinein.Vertrauen Ja,Gewissheit spart UNsummen.
    Nun Viel Erfolg im neuen Winter.Gruss

  5. Annika
    sagte:

    Grüezi Roland, vielen Dank für deine Meinung dazu. LG Annika

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